LÖYLYMÄKI

 
 

Löylymäki ist eine Ausstellungsanlage von dem Pienoisrautatiekerho ry, Helsinki. Seit Oktober 2006 befindet sich die Löylymäki-Anlage permanent im finnischen Spielzeugmuseum Leikkilinna (Spielschloss) im Ausstellungszentrum Weegee in der südfinnischen Stadt Espoo im Stadtteil Tapiola, siehe www.lelumuseohevosenkenka.fi.

Löylymäki ist eine Ausgeburt der Phantasie. Die Architektur der Anlage folgt aber den Grundzügen der finnischen Gleisplanung - ein Bahnhof wie Löylymäki hätte es eigentlich geben können.

Löylymäki ist ein kleiner Ort in Ost-Finnland in den 50er Jahren. Der Ort lebt gerade in einer Hochkonjuktur. Die Binnenschiffahrt ist lenhaft und die Landstraßenverbindungen werden ausgebaut. Der Bahnhof wurde ursprünglich für einen geringeren Verkehr geplant, aber jetzt ist er zu klein geworden; das Betriebswerk ist zu eng wie auch das kleine Empfangsgebäude.

Löylymäki gibt es nicht in der Wirklichkeit, aber jedes Detail in der Anlage hat sein Vorbild irgendwo in Finnland. Die Gebäude aus Holz sind typisch für die finnische Architektur. In der Tat haben die Architekten der Staatbahn zu den wichtigsten ihrer Zeit gehört. Die Bahnhöfe bilden oft ein harmonisches Ganzes. Auf dem Bahnhofsgebiet stehen neben dem Empfangsgebäude mehrere Häuser für verschiedene Zwecke.

In der Umgebung von Löylymäki findet man alle typischen Elemente der finnischen Landschaft. An dem rechten Ende der Anlage passieren die Züge eine Felsenwand und fahren über eine Brücke. Neben der Bahn steht das rote Haus des Bahnwärters und am dem Flussufer sieht man seine Sauna. An dem Rand des Bahnhofgebiets findet man ein Schuppen für Brennholz, von dem die Dampflokomotiven ihren Heizmaterial bekamen. Die meisten finnischen Dampflokomotiven haben Birkenscheite als Brennstoff benuzt. Neben dem Brennholzschuppen steht ein Lokschuppen und eine Drehscheibe – auch typische Elemente eines finnischen Bahnhofgebiets.

Das Empfangsgebäude von Löylymäki ist nur eine bescheidene Haltestelle. Ähnliche Gebäude sind in vielen Orten zu finden. In Finnland hat man meistens für jede Bahnstrecke eine einheitliche Architektur gewählt. Die von dem Architekten geplanten Standardzeichnungen hat man den örtlichen Verhältnissen angepasst. Hinter dem Empfangsgebäude stehen Wohnungen für das Bahnpersonal.

An dem Bahnhof angrenzend fängt die Landschaft an. Das Herz des Dorfes ist eine Holzkirche. Ein Tante-Emma-Laden steht am Rand der Landstrasse, die durch das Dorf führt. Auf dem Feld trocknet das Heu auf Heureutern. Vom Bahnhof führt ein Gleis in den Binnenseehafen. Die Passagiere können von dem Zug in ein Boot umsteigen. Ein Schleppdampfer hat gerade einen Schleppkahn voll von Brennholz gebracht. Das Holz wird in Stapeln gelagert. Neben den Stapeln steht das Hafenkontor. Die Bahnlinie führt durch den See und schwindet dann gleich in ein Tunnel.

Löylymäki wird in kleineren Einheiten transportiert. Weil jeder Aufbau die Anlage beansprucht, wurde das Gestell aus viereckigem Stahlrohr zusammengeschweisst. An dem Rohr wurden Latten quer befestigt, auf denen die Gleise und die Landschaft gebaut wurden. Der Bahndamm wurde aus Birkenfurnier gesägt. Die Form der Landschaft wurde aus Styrofoam gestaltet.